Spiel gegen die französischen Freunde.

12/08 2010

Super Impressionen von der "Tour de France"

Restlos begeistert sind die FC-Junioren aus Corseul zurückgekehrt. Sechs Tage hatten sich die zwölf B- und die zehn C-Jugendlichen in der französischen Partnergemeinde von Sonnenbühl in der Bretagne aufgehalten. Höhepunkt war ein Freundschaftsspiel gegen eine Jugendmannschaft aus Corseul und ein anschließender Empfang in der Schulkantine.

Mit ihren Trainern Tobias Fetzer und Raimund Weible zelteten die 22 jungen Fußballer auf einer Wiese am Rande der Sportanlagen von Corseul. Die Bedingungen waren besser als auf einem Campingplatz. Die Jungs frühstückten  im Clubraum des Fußballvereins Corseul, abends aßen sie in der Kantine der Corseuler Ganztagsschule. Sportlich waren die Bedingungen gleichfalls hervorragend: Den Sonnenbühlern stand der große Spielfeld ebenso zur Verfügung wie der Mini-Fußballplatz, der Tennisplatz und die Sporthalle. Dort trainierten die Junioren oft bis in die Nacht hinein.

Doch auch kulturell stand einiges auf dem Programm. Geführt von dem orts- und sprachkundigen Busfahrer Bernhard Nußbaum, dem Schatzmeister des Sonnenbühler Partnerschaftskomitees, besichtigten die Jugendlichen bereits bei der Anreise den neun Meter hohen Menhir de Champ-Dolent bei Dol-de-Bretagne und den Dolmen vom Foret de Mesnil, einer bedeckten Steinreihe. Monsieur Bernard führte die Gäste durch das Museum im Rathaus von Corseul, in dem zahlreiche Objekte die große gallo-romanische Vergangenheit des Ortes  dokumentieren. Bernard zeigte ihnen auch Monterfil, die innerhalb des Ortes gelegenen Ruinen eines einst prächtigen Gebäudeensembles von Fanus Martis, dem römischen Namen des antiken Corseul.

Fanus Martis mit seinen 5000 Einwohnern war vor 2000 Jahren das Zentrum der ganzen Region. Es besaß in antiker Zeit eine Wallfahrtsstätte, von dem die Ruine des Marstempels zeugt. Begleitet von Bürgermeister Alain Jan und der Präsidentin des Partnerschaftskomitees, Marie-Annick Revel, besichtigten die Jugendlichen auch diese großartige Anlage auf dem Hügel Haut-Bécherel etwa zwei Kilometer außerhalb des Ortes. Gezeigt wurden ihnen außerdem das weitläufige Motocross-Gelände von Corseul.

Ausflüge machte die Gruppe an die Küstenorte Dinard und St. Malo sowie nach Cancale, wo einige der Jugendfußballer erstmals Austern probierten. Auf dem Programm stand außerdem die Burg Fort La Latte, von der aus die Fußballer an der Steilküste entlang zum Cap Fréhel wanderten. Von den bis zu 70 Meter hohen Felsen gab es herrliche Ausblicke auf den Atlantik. Danach badeten die Fußballer am Sandstrand von Cap Fréhel, wie schon zuvor in Dinard – bei einer Wassertemperatur von höchstens 18 Grad. Beide Male spielten sie am Strand Pétanque.

Im Spiel gegen die Gastgeber zeigten sich die Sonnenbühler, die mit einer kombinierten Mannschaft antraten, in guter Form. Obwohl sie noch nie zusammen gespielt hatten, harmonierten sie prächtig miteinander. C-Junior Joris Rudolph brachte den FC in der vierten Minute in Führung. Sie hielt bis kurz vor der Halbzeit. Nach der Pause wurden die überwiegend älteren Gastgeber stärker und gewannen schließlich mit 3:1. Vor dem Spiel hatten sich die Fußballer gegenseitig Geschenke überreicht, und nach dem Spiel ehrten die Gastgeber ihre Spielpartner mit einem Defilee. Eine ganz neue Erfahrung für die Jugendfußballer vom FC Erpfingen/Willmandingen: Sie verließen das Spielfeld durch ein Spalier der gastgebenden Manschaft. Die Partie gegen die Corseuler Jugendmannschaft war einer der Höhepunkte dieses Partnerschaftsbesuchs. Bürgermeister Jan und die Präsidentin Revel luden die Jugendlichen anschließend zum Empfang und zum Diner in die Schulkantine. Daran nahmen auch Gemeinderäte teil.

Raimund Weible überbrachte beim Empfang die Grüße von Bürgermeister Uwe Morgenstern und bedankte sich für die freundliche Einladung und den freundlichen Empfang. Er sagte, die Jugendlichen würden unvergessliche Erinnerungen von ihrem Besuch in Corseul nach Hause nehmen. In der Tat zeigten sich die Fußballer sehr angetan von dem Aufenthalt in Corseul.

Beim Abschied bedankte sich Weible im Namen aller herzlich beim Bürgermeister für dessen fürsorgliche Betreuung. Alain Jan hatte sich täglich um die Jugendlichen gekümmert. Am letzten Tag zeigte er den Fußballern die Ganztagesschule von Corseul, in der Kinder von zwei bis zwölf Jahren betreut und unterrichtet werden.

Auf der Heimreise machte der Bus mitten in der Nacht Station vor dem Eiffelturm in Paris. Noch eine beeindruckende Szene. Eine  kurze Fotopause - und weiter ging es Richtung Heimat.